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Kabelkonfektion aus China – Kabelsätze und Kabelbäume nach Ihrer Zeichnung
Wir beschaffen Kabelkonfektion über unser Partnernetzwerk in China: konfektionierte Leitungen mit Steckverbindern, Kabelsätze und Kabelbäume überschaubarer Komplexität für Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Entscheidend sind dabei nicht nur Preis und Termin, sondern die richtigen Steckverbinder, nachweisbare Crimpqualität und eine lückenlose elektrische Prüfung.
- Crimpen nach IPC/WHMA-A-620
- Original- oder freigegebene Steckverbinder
- 100-%-Durchgangsprüfung jedes Kabelsatzes

- Seit 2011 aus Jena
- Rund 120 Partnerwerke in China
- Ein Vertragspartner in Deutschland
- Prüfung vor Versand inklusive
Kabelkonfektionierung in China: wofür sie sich eignet
Kabelkonfektion ist arbeitsintensiv: Ablängen, Abisolieren, Crimpen, Bestücken der Gehäuse, Verlegen auf dem Formbrett, Bündeln und Prüfen. Gerade bei Kabelbäumen mit vielen Leitungen und Abzweigen macht der Lohnanteil einen großen Teil des Preises aus – hier liegt der Kostenvorteil einer Fertigung in China.
Gut geeignet sind Kabelsätze mit stabilem Layout und planbarem Jahresbedarf, etwa Geräteverkabelungen, Sensor- und Motorleitungen, Steuerungsverkabelungen für Maschinen oder Kabelbäume für Nutzfahrzeuge und Landtechnik. Häufig lassen sie sich zusammen mit Gehäuse oder Baugruppe beziehen, siehe Montagebaugruppen.
Weniger geeignet sind Kabelsätze, deren Längen oder Belegung sich häufig ändern, und viele Varianten in jeweils kleinen Mengen – dort sind kurze Wege zum Konfektionär oft wichtiger als der Stückpreis. Was technisch machbar ist (Komplexität, Querschnitte, Prüftechnik), hängt vom jeweiligen Werk ab – das klären wir für Ihren Kabelsatz auf Anfrage.
Technischer Steckbrief: Kabelkonfektion und Kabelbäume
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Werkstoffe | Litzen aus Kupfer (blank oder verzinnt), Isolation aus PVC, PUR, TPE, Silikon, PTFE; Leiter von ca. 0,08–6 mm² (AWG 28–10), größere Querschnitte auf Anfrage |
| Teilegewicht / Größe | Vom einadrigen Verbindungskabel bis zum verzweigten Kabelsatz; Längen nach Zeichnung; Grenzen je Werk auf Anfrage |
| Toleranzen | Längentoleranz üblich ±(5–10) mm bis 1 m bzw. ±1 % bei längeren Leitungen; Abisolierlängen und Crimphöhe nach Kontakt-Datenblatt |
| Oberflächen / Nachbearbeitung | Schrumpfschlauch, Wellrohr, Gewebeschlauch, Klebeband, Kabelbinder, Tüllen, Umspritzen (Overmolding), Bedrucken und Kennzeichnen |
| Stückzahlen | Keine feste Mindestmenge – ob sich die Beschaffung lohnt, hängt von Teil, Menge und Werkzeugkosten ab; sprechen Sie uns an; Rahmenabrufe möglich |
| Prüfungen | 100-%-Durchgangs- und Kurzschlussprüfung, auf Wunsch Isolations-/Hochspannungsprüfung, Crimphöhenmessung, Querschliff, Auszugskraft, Sichtprüfung nach IPC/WHMA-A-620 |
| Lieferzeit | Erstmuster im besten Fall nach ca. 3 Wochen, meist länger – je nach Komplexität bis ca. 10 Wochen; Serienfertigung je nach Menge und Komplexität ca. 4–8 Wochen (reine Produktionszeit, zzgl. Transport); abhängig auch von der Verfügbarkeit der Steckverbinder |
| Daten für die Anfrage | Kabelzeichnung mit Längen und Toleranzen, Stromlaufplan bzw. Pin-Belegungstabelle, Leitungstypen, Steckverbinder mit Hersteller-Teilenummer, Kennzeichnung, Prüfanforderungen, Jahresbedarf |
Steckverbinder: Original oder kompatibel?
Bei Steckverbindern und Kontakten liegt das größte Qualitätsrisiko einer Kabelkonfektion aus China. Neben Originalteilen namhafter Hersteller gibt es „kompatible“ Teile lokaler Hersteller und – leider – Fälschungen.

| Variante | Vorteile | Risiken | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Original vom Markenhersteller, über autorisierte Distribution | Datenblatt und Crimpvorgaben gelten, steckkompatibel mit Gegenstück, nachvollziehbar | Höherer Preis, Lieferzeiten bei Engpässen | Empfohlen bei hohen Zuverlässigkeitsanforderungen, Pflicht wenn das Gegenstück Original ist |
| Kompatibles Teil eines lokalen Herstellers | Deutlich günstiger, gut verfügbar | Abweichende Toleranzen, Kontaktwerkstoff und Beschichtung, höherer Übergangswiderstand, Steckkräfte passen nicht | Nur nach Bemusterung und schriftlicher Freigabe mit Teilenummer |
| Gefälschtes Markenteil | – | Sieht aus wie das Original, erfüllt aber dessen Spezifikation nicht | Bezugsnachweise (Rechnung oder CoC des Distributors) anfordern, Wareneingang prüfen |
Konstruktionshinweise für Kabelsätze und Kabelbäume

Herstellerteilenummer statt Beschreibung
„Stecker 4-polig, RM 2,54“ lässt zu viel offen. Geben Sie Gehäuse, Kontakt, Sekundärverriegelung und Dichtung mit Hersteller und Teilenummer an – und schreiben Sie dazu, ob Alternativen erlaubt sind.
Längen sinnvoll bemaßen
Bemaßen Sie Abzweige vom Ende des Steckergehäuses oder von der Mitte des Abzweigs und legen Sie die Toleranz fest. Zu enge Längentoleranzen bei langen Kabelbäumen erhöhen Ausschuss und Preis.
Leitungstyp vollständig angeben
Querschnitt, Aderzahl, Farben, Schirmung, Temperaturbereich, Ölbeständigkeit, Schleppkettentauglichkeit, gegebenenfalls UL-Style oder Normleitungstyp.
Kennzeichnung festlegen
Etiketten, Aderendmarkierung oder Bedruckung mit Artikelnummer und Datum erleichtern Montage und Rückverfolgbarkeit.
Schirmanbindung klären
Wie wird der Schirm aufgelegt – über das Steckergehäuse, über einen Pigtail oder gar nicht? Fehlerhafte Schirmanbindung ist eine häufige Ursache für EMV-Probleme.
Zugentlastung und Schutz
Biegeradien, Tüllen, Knickschutz und Scheuerschutz an Kanten definieren – insbesondere, wenn der Kabelbaum an Blechteilen entlanggeführt wird.
Crimpen nach IPC/WHMA-A-620 und 100-%-Prüfung

IPC/WHMA-A-620 ist der weltweit verbreitete Abnahmestandard für Kabel- und Kabelbaumkonfektion. Er unterscheidet drei Produktklassen: Klasse 1 (allgemeine Elektronik), Klasse 2 (Geräte mit hoher Zuverlässigkeitsanforderung, Standard im Industriebereich) und Klasse 3 (höchste Zuverlässigkeit, Ausfall nicht tolerierbar). Die Klasse gehört auf die Zeichnung. Unser Schwerpunkt liegt auf Kabelsätzen für Industrie- und Geräteanwendungen.
Eine gute Crimpverbindung erkennt man nicht von außen. Deshalb sind diese Nachweise üblich:
- Crimphöhe nach Datenblatt des Kontaktherstellers, gemessen bei Rüsten und in Intervallen
- Querschliff (Schliffbild) bei Erstmuster und Werkzeugwechsel: Verdichtung, Symmetrie, keine Leerräume
- Auszugskraft je Querschnitt, z. B. nach IEC 60352-2
- Crimpkraftüberwachung an der Maschine, sofern vorhanden
- 100-%-Durchgangsprüfung jedes Kabelsatzes auf Unterbrechung, Kurzschluss und Vertauschung, bei Bedarf mit Isolationsprüfung unter Hochspannung
UL-Kabel, RoHS und REACH
Für den nordamerikanischen Markt werden häufig UL-gelistete Leitungen (z. B. AWM-Styles nach UL 758) gefordert. Prüfen Sie die aufgedruckte UL-File-Nummer in der UL-Datenbank – Aufdrucke werden auch gefälscht. Soll der gesamte Kabelsatz UL-zertifiziert sein, muss der Konfektionär selbst entsprechend gelistet sein.
In der EU gelten für Kabelsätze die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU mit ihren Stoffbeschränkungen (u. a. Blei, Cadmium, bestimmte Phthalate in PVC) sowie die REACH-Informationspflicht für SVHC-Stoffe über 0,1 Massenprozent. Fordern Sie Konformitätserklärungen und Materialdatenblätter mit an.
Kostentreiber bei der Kabelkonfektion
Steckverbinder
Originalstecker können mehr kosten als der gesamte Arbeitslohn. Prüfen Sie, wo eine freigegebene Alternative technisch vertretbar ist – und wo nicht.
Handarbeit
Jeder Abzweig, jede Tülle und jeder einzeln gesteckte Kontakt kostet Zeit. Weniger Varianten und standardisierte Abzweige senken den Preis.
Prüfaufwand
Hochspannungsprüfung und Prüfadapter für Sondersteckverbinder kosten einmalig. Bei Serien lohnt sich ein eigener Prüfadapter fast immer.
Overmolding
Umspritzte Stecker brauchen ein Werkzeug. Das lohnt sich erst ab größeren Stückzahlen; darunter sind Schrumpfschlauch-Lösungen günstiger.
Ablauf für Ihre Kabelkonfektion
Unterlagen prüfen
Zeichnung, Belegung und Stückliste auf Vollständigkeit; Klärung, welche Steckverbinder Original sein müssen.
Angebot und Teileverfügbarkeit
Angebot mit Preis je Variante, Prüfadapter und Verfügbarkeit der Steckverbinder.
Muster mit Nachweisen
Musterkabelsätze mit Crimphöhen, Schliffbild, Prüfprotokoll und Bezugsnachweisen der Steckverbinder.
Freigabe und Serie
Prozessfreigabe, 100-%-Prüfung in der Serie, Termintracking, Kennzeichnung und Verpackung nach Vorgabe.
Häufige Fragen zur Kabelkonfektion
Werden in China gefertigte Kabelbäume mit Original-Steckverbindern bestückt?
Wenn Sie es vorgeben, ja. Ohne Vorgabe setzen viele Werke kompatible Teile ein. Legen Sie deshalb in Stückliste und Zeichnung fest, ob Original Pflicht ist, und fordern Sie Bezugsnachweise an.
Wie erkenne ich gefälschte Steckverbinder?
Optisch oft gar nicht. Hinweise sind fehlende oder unscharfe Prägungen, abweichende Farbe oder Steckkraft und Verpackung ohne Herstelleretikett. Sicherheit geben nur Bezug über autorisierte Distributoren und stichprobenartige Prüfung im Wareneingang.
Welche IPC/WHMA-A-620-Klasse sollte ich angeben?
Für Industriemaschinen und Geräte ist Klasse 2 üblich. Klasse 3 ist für Anwendungen gedacht, bei denen ein Ausfall nicht toleriert werden kann, und erhöht Prüfaufwand und Preis.
Reicht eine Durchgangsprüfung aus?
Für die meisten Kabelsätze ja, wenn sie 100 % erfolgt und Vertauschungen erkennt. Bei Netzspannung, langen Leitungen in feuchter Umgebung oder sicherheitsrelevanten Anwendungen sollte zusätzlich eine Isolationsprüfung erfolgen.
Sind die Kabel UL-zertifiziert?
Das hängt vom verwendeten Leitungstyp ab. UL-Leitungen erkennt man an Style-Nummer und UL-File-Nummer auf der Isolation. Eine UL-Zertifizierung des kompletten Kabelsatzes ist ein eigenes Thema und muss vorab geklärt werden.
Können Kabelsätze zusammen mit Gehäusen und Baugruppen geliefert werden?
Ja, das ist häufig sinnvoll. Kabelsatz, Gehäuse und Montage aus einer Hand vermeiden Schnittstellenprobleme beim Einbau.
Verwandte Teilearten
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