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Gussteile nach Zeichnung – Sandguss, Sphäroguss und Stahlguss in Serie

Gussteile aus Eisen- und Stahlwerkstoffen sind das Rückgrat vieler Maschinen: Pumpen-, Ventil- und Getriebegehäuse, Lagerböcke, Naben und Konsolen. TOP Asia Technik beschafft Gussteile aus Grauguss, Sphäroguss, Stahl- und Edelstahlguss sowie Aluminium-Sandguss nach Ihrer Zeichnung bei Gießereien in China – auf Wunsch einbaufertig bearbeitet, druckgeprüft und lackiert.

  • GJL, GJS, Stahl- und Edelstahlguss
  • Rohguss oder einbaufertig bearbeitet
  • Druckprüfung und zerstörungsfreie Prüfung
Pumpengehäuse aus Sphäroguss mit bearbeiteten Flanschflächen
  • Seit 2011 aus Jena
  • Rund 120 Partnerwerke in China
  • Ein Vertragspartner in Deutschland
  • Prüfung vor Versand inklusive

Welche Gussteile wir beschaffen

Unser Schwerpunkt liegt auf Gussgehäusen und Strukturteilen für den Maschinen- und Anlagenbau: Pumpengehäuse, Ventilgehäuse, Getriebegehäuse, Lagerdeckel, Flansche, Laufräder, Riemenscheiben und Maschinenfüße. Gegossen wird im Sandguss, bei passenden Stückzahlen im Maschinenformguss oder Kokillenguss, bei rotationssymmetrischen Teilen auch im Schleuderguss.

Für kleine, filigrane Teile ist Feinguss oft die bessere Wahl, für dünnwandige Aluminiumgehäuse in großen Stückzahlen der Aluminium-Druckguss. Schwere Ballastteile behandeln wir gesondert unter Gegengewichte.

Technischer Steckbrief: Gussteile aus Sandguss und Stahlguss

MerkmalAngabe
WerkstoffeGrauguss EN-GJL-200/-250 (DIN EN 1561), Sphäroguss EN-GJS-400-15/-500-7/-600-3 (DIN EN 1563), Stahlguss z. B. G20Mn5 (DIN EN 10293), GP240GH (DIN EN 10213), Edelstahlguss 1.4308/1.4408, Aluminium-Sandguss EN AC-42100, Bronze und Messing
Teilegewicht / GrößeRichtwert: von ca. 0,5 kg bis ca. 20 t Stückgewicht (Sand-, Sphäro- und Stahlguss), größere Teile auf Anfrage; Mindestwandstärke Grauguss ca. 3–4 mm, Stahlguss ca. 5–6 mm
ToleranzenDIN EN ISO 8062-3: Handformguss ca. DCTG 11–13, Maschinenformguss ca. DCTG 8–12, Kokillenguss ca. DCTG 7–9; Bearbeitungszugaben nach RMAG-Klassen der gleichen Norm
Oberflächen / NachbearbeitungPutzen, Strahlen, Glühen bzw. Vergüten, CNC-Bearbeitung, Grundierung, Nasslack, Pulver, KTL
Stückzahlenkeine feste Mindestmenge – ob sich die Beschaffung lohnt, hängt von Teil, Menge und Modellkosten ab; Handformguss eignet sich auch für kleine Lose, Maschinenformguss für große Serien
PrüfungenSpektralanalyse, Zugversuch an Probestäben, Gefüge (Graphitausbildung bei GJS), Härte, Druckprüfung, MT/PT/UT/RT, Messbericht, Werkszeugnis 3.1 nach EN 10204
LieferzeitErstmuster (inkl. Modell) im besten Fall nach ca. 3 Wochen, meist länger – je nach Komplexität bis ca. 10 Wochen; Serienfertigung je nach Menge und Komplexität ca. 4–8 Wochen (reine Produktionszeit), zzgl. Transport (Seefracht ca. 30–45 Tage)
Daten für die AnfrageRohteil- und Fertigteilzeichnung (oder Fertigteil mit gekennzeichneten Bearbeitungsflächen), 3D-Modell, Werkstoff mit Norm, Jahresbedarf, Prüfdruck, ZfP-Anforderungen, Lackierung

Grauguss, Sphäroguss, Stahlguss oder Edelstahlguss?

Die Werkstoffwahl entscheidet über Festigkeit, Dämpfung, Schweißbarkeit und Preis. Richtwerte für die Vorauswahl:

Gussteile aus Grauguss, Sphäroguss und Stahlguss nebeneinander
Grauguss, Sphäroguss oder Stahlguss – der Werkstoff richtet sich nach Last und Zähigkeit.
WerkstoffZugfestigkeit (min.)StärkenTypische Gussteile
Grauguss EN-GJL-250250 MPasehr gute Dämpfung und Zerspanbarkeit, günstigMaschinenbetten, Getriebegehäuse, Bremsscheiben, Gegengewichte
Sphäroguss EN-GJS-400-15400 MPa, 15 % Dehnungzäh, stoßfest, gut gießbarPumpen- und Ventilgehäuse, Naben, Konsolen
Sphäroguss EN-GJS-600-3600 MPa, 3 % Dehnunghohe Festigkeit und VerschleißfestigkeitZahnräder, Kurbelteile, hochbelastete Halter
Stahlguss G20Mn5ca. 480 MPa (normalgeglüht)schweißbar, zäh auch bei KälteSchweißkonstruktionsteile, Kranteile, Achsteile
Edelstahlguss 1.4408ca. 440 MPakorrosionsbeständig, chloridfestPumpen- und Armaturengehäuse für Wasser und Chemie

Gießverfahren für Gussgehäuse im Vergleich

Sandguss (Hand- und Maschinenformguss)

Das flexibelste Verfahren: Die Form wird um ein Modell herum aus Sand geformt, Hohlräume entstehen durch Sandkerne. Handformguss mit harzgebundenem Sand eignet sich für große Teile und kleine Lose, Maschinenformguss in Grünsand für hohe Stückzahlen kleiner und mittlerer Teile.

Kokillenguss

Gegossen wird in eine Dauerform aus Stahl oder Gusseisen, überwiegend für Aluminium. Kokillenguss liefert ein feineres Gefüge und engere Toleranzen als Sandguss, braucht aber eine teurere Form.

Schleuderguss

Die Schmelze wird in eine rotierende Kokille gegossen und durch die Fliehkraft verdichtet. Ideal für Buchsen, Ringe, Rohre und Zylinderlaufbuchsen mit dichtem, porenarmem Gefüge.

Konstruktionshinweise für Gussteile

Aufgeschnittenes Gussgehäuse mit gleichmäßigen Wandstärken und Übergangsradien
Gussgerecht konstruiert: gleichmäßige Wände und weiche Übergänge vermeiden Lunker.

Rohteilzeichnung vereinbaren

Bei bearbeiteten Gussteilen sollte es eine Rohteilzeichnung mit Bearbeitungszugaben und Bezugspunkten für das erste Spannen geben. Fehlt sie, erstellt die Gießerei eine – diese muss freigegeben werden.

Bearbeitungszugaben nach Norm

Die RMAG-Klassen nach ISO 8062-3 legen fest, wie viel Aufmaß bleibt. Zu wenig Aufmaß führt zu Schwarzstellen, zu viel zu Porenanschnitt und unnötiger Zerspanung.

Wanddickenübergänge

Übergänge höchstens etwa im Verhältnis 1:2 und mit großen Radien gestalten. Knotenpunkte, an denen sich Wände kreuzen, sind klassische Lunkerstellen.

Kerne und Kernlager

Innenräume von Pumpen- und Ventilgehäusen entstehen durch Sandkerne. Ausreichend große Kernlager und Putzöffnungen erleichtern das Entfernen des Kernsands – Sandreste in Hydraulikräumen sind ein häufiger Reklamationsgrund.

Formschrägen und Teilung

Formschrägen von 1–3° (Richtwert) und eine gut gewählte Teilungsebene reduzieren Kerne und Grat. Die Gießerei schlägt die Teilung vor, die Zeichnung sollte sie zulassen.

Gießerkennzeichnung

Legen Sie fest, wo Gießerzeichen, Datum, Chargennummer und Teilenummer eingegossen werden. So ist die Rückverfolgbarkeit bis zur Schmelze ohne Zusatzaufwand möglich.

Typische Gussfehler und Prüfungen

Ultraschallprüfung eines Gussteils auf innere Fehler
Typische Gussfehler wie Lunker finden: Ultraschall- und Röntgenprüfung bei kritischen Teilen.

Lunker und Porosität

Entstehen in dicken Querschnitten ohne ausreichende Speisung. Bei druckführenden Gehäusen werden sie durch Druckprüfung oder Röntgen (DIN EN 12681) sichtbar, bei dickwandigen Teilen durch Ultraschall (DIN EN 12680).

Sandeinschlüsse und Kernversatz

Führen zu Wandstärkenabweichungen und Narben. Abhilfe: Prüfung der Wandstärken an definierten Messpunkten im Erstmuster.

Falsches Gefüge bei Sphäroguss

Eine unzureichende Magnesiumbehandlung ergibt Lamellen- statt Kugelgraphit – das Teil sieht gleich aus, ist aber spröde. Gefügeschliff und Probestab je Schmelze schaffen Sicherheit.

Oberflächenrisse

Bei Stahlguss nach dem Schweißen oder Brennen der Speiser möglich. Magnetpulverprüfung (DIN EN 1369) oder Farbeindringprüfung (DIN EN 1371-1) an kritischen Bereichen festlegen.

Undichte Gehäuse

Pumpen- und Ventilgehäuse werden mit Wasser oder Luft geprüft, typischerweise mit dem 1,5-Fachen des Nenndrucks. Prüfdruck, Haltezeit und Medium gehören in die Zeichnung.

Kostentreiber bei Gussteilen

Modell und Kernkästen

Holzmodelle sind günstig, aber verschleißanfällig; Kunststoff- oder Metallmodelle kosten mehr und halten Serienmengen aus. Jeder zusätzliche Kern bedeutet einen weiteren Kernkasten.

Werkstoff und Gewicht

Gusspreise werden meist je Kilogramm kalkuliert. Grauguss ist am günstigsten, Sphäroguss etwas teurer, Stahl- und Edelstahlguss deutlich teurer – auch wegen des höheren Speiseraufwands.

Bearbeitung und Spannen

Bei Gehäusen liegt ein Großteil der Kosten in der Bearbeitung. Gute Spannflächen am Rohteil und zusammengefasste Bearbeitungsseiten senken die Rüstzeit.

Prüfumfang

Röntgen, Ultraschall und 100-%-Druckprüfung sind aufwendig. Legen Sie die Prüfungen nach Funktion fest, nicht pauschal für alle Gussteile.

Losgröße

Im Handformguss sind kleine Lose möglich, aber jede Schmelze und jedes Formen kostet Rüstzeit. Rahmenabrufe mit größeren Fertigungslosen senken den Stückpreis.

Ablauf bei Gussgehäusen nach Zeichnung

Zeichnungsprüfung

Gießgerechtheit, Werkstoff, Rohteilzugaben und Prüfanforderungen werden geklärt.

Angebot

Modellkosten, Rohgussteil, Bearbeitung, Prüfung und Lackierung getrennt ausgewiesen.

Modell und Erstabguss

Freigabe der Rohteilzeichnung, Erstabguss mit Werkstoffzeugnis und Wandstärkenmessung.

Erstmuster fertig bearbeitet

Messbericht und Druckprüfung für das einbaufertige Teil, auf Wunsch mit Erstmusterprüfbericht. Sie prüfen das Erstmuster und geben es frei.

Serienfreigabe und Lieferung

Prüfplan, Verpackung und Rückverfolgbarkeit festgelegt; Lieferung per Seefracht oder über EU-Zweitquelle in Tschechien.

Häufige Fragen zu Gussteilen

Sphäroguss oder Stahlguss – was ist für ein Gehäuse besser?

Sphäroguss (GJS) ist meist günstiger, gießt sich besser und lässt sich gut zerspanen. Stahlguss wählt man, wenn das Teil geschweißt werden muss, bei sehr tiefen Temperaturen zäh bleiben soll oder Regelwerke wie die Druckgeräterichtlinie bestimmte Werkstoffe fordern.

Kann ich ein Gussteil liefern lassen, das bisher geschweißt wird?

Oft ja. Ab mittleren Stückzahlen ist ein Gussteil meist günstiger als eine Schweißkonstruktion, weil Zuschnitt, Schweißen und Richten entfallen. Dafür sollte die Konstruktion gießgerecht angepasst werden.

Wer bezahlt das Gussmodell und wem gehört es?

Das Modell wird einmalig vom Kunden bezahlt und geht nach vollständiger Bezahlung in sein Eigentum über. Es bleibt zur Fertigung in der Gießerei, wird gekennzeichnet und dort gepflegt; die Regelung steht in unserem Angebot. Eine Verlagerung nach Deutschland oder Europa organisieren wir auf Wunsch.

Wie werden Pumpen- und Ventilgehäuse auf Dichtheit geprüft?

Meist durch Wasserdruckprüfung mit festgelegtem Prüfdruck und Haltezeit, bei kleineren Gehäusen auch mit Luft unter Wasser oder mit Druckabfallmessung. Die Prüfung erfolgt am bearbeiteten Teil.

Welche Toleranzen kann ich bei Sandgussteilen erwarten?

Für unbearbeitete Flächen im Handformguss etwa DCTG 11–13 nach ISO 8062-3, das sind bei 200 mm grob ±2,5–5 mm. Alles, was genauer sein muss, wird bearbeitet.

Lohnt sich Schleuderguss für Buchsen und Ringe?

Ja, wenn dichtes Gefüge und Verschleißfestigkeit gefragt sind, etwa bei Bronzebuchsen oder Laufbuchsen. Für kleine Stückzahlen kann es günstiger sein, aus Halbzeug zu drehen.

Verwandte Teilearten

Anfrage: Gussteile (Sand-, Sphäro-, Stahlguss) nach Ihrer Zeichnung

Laden Sie Zeichnung und 3D-Modell hoch, nennen Sie Menge und Termin – wir prüfen die Machbarkeit und melden uns mit Rückfragen oder einem Angebot.

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